Tagebuch einer Hundeoma
Tagebuch einer Hundeoma
Es war am 11.06.2008, als ich Fine das erste Mal begegnet bin. Eigentlich ein normaler Auftrag: Ich sollte Fine im Auftrag eines Tierschutzvereins ansehen, weil es ihr nicht gut ging.
Sie war zu diesem Zeitpunkt geschätzte 8 Jahre alt und vor 10 Tagen aus einem spanischen Tierheim nach Deutschland gekommen.

links: Fine im Jahr 2008
Was war Fines Problem?
Sie verkroch sich in den Keller und wollte zu niemandem Kontakt aufnehmen, nicht zu den Menschen oder den anderen beiden Hunden im Haushalt. Sie wirkte völlig in sich gekehrt, teilweise apathisch und depressiv. Sie fraß immer weniger und wirkte auf die Pflegestelle einfach "komisch".
Rückblickend kann ich zu unserer ersten Begegnung nur sagen, dass mir Fine direkt ins Herz geblickt hat!
5 Tage später zog das Ömchen zu Luna, Jule und mir. Sie bildet den ruhenden Pol zu den beiden Flitzeflummies, die mich gerne auf Trab halten. Fine hat unser aller Herz mit ihrer schrulligen, eigenbrötlerischen und dennoch sanften Art erobert.
Vor 1 Jahr und 4 Monaten musste ich mich zum ersten Mal mit dem Gedanken befassen, dass sie mich irgendwann verlassen wird. Fine hatte einen Milztumor, der ihr in einer 2stündigen Operation entfernt wurde. Ihre Lebensaussichten wurden auf ca. 6 Monate geschätzt. Aber Fine hat gekämpft und 2 Tage nach der OP schon wieder ihren geliebten Wohlfühl-Purzelbaum im Garten geschlagen (und mich damit an den Rand eines Herzinfarkts gebracht!).
Fine geht es aktuell, im Februar 2011, richtig gut. So gut, dass sie ein Tagebuch verdient hat, in dem ich über das Leben mit einem alten Hund berichte. Ich möchte mein Ömchen nicht mehr missen! Wenn ich sie ansehe, lächelt mein Herz.
Auf den folgenden Seiten finden Sie die Einträge nach Monaten sortiert.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß!
Ihre Britta Ashoff